Die Brocktorffkappelle

Bei der Brocktorffkapelle handelt es sich um einen Gruftanbau an der Nordseite der Kirche zu Warder.

Detlev von Brocktorff (1642 -1732), damaliger Erbe des Gut Rohlstorf ließ die Familiengruft mit Souterrain Ende des 17. Jahrhunderts errichten.

Bei der Räumung der Gruft im Jahr 1950 wurden 37 Särge der Adelsfamilie von Brocktorff verzeichnet, darunter die zwei Steinsarkophage von Detlev von Brocktorff und seiner Frau Margaretha Olegard von Ahlefeldt (1650-1706), die aus Erhaltungsgründen in die Schwerdtfeger-Gruft auf dem Friedhof verbracht worden sind.

1952 wurde die Gruft verfüllt und restauriert.

Der Versuch die Brocktorffkapelle als Taufkapelle zu nutzen schlug immer wieder fehl, weil es zunächst nur einen Zugang von außen gab und der Raum zu klein und unbeheizbar war. Die Kapelle besitzt im Innern ein tief ansetzendes Kreuzrippengewölbe, die Scheitelzone zeigt eine Ringrippe von Akanthusblättern. Über der Tür nach außen befinden sich die Wappen der Familien Brocktorff und von Ahlefeldt. Wie am Dreiecksgiebel über der Tür außen zeigt das Brocktorffwappen einen fliegenden Fisch und das Ahlefeldtsche Wappen einen sitzenden Hund.

Bis 1976 diente die Kapelle als Leichenhalle und bis 2024 als Abstellraum.

Seit 2024 wird die Kapelle als Andachtsraum genutzt. Dank der Förderung von „Holsteins Herz“ im Jahr 2025 ist die Kapelle zu dem geworden, der sie nun ist: ein wunderbarer, geistvoller Ort.

Überzeugen Sie sich gern selber auf den Fotos von diesem besonderen Ort oder kommen Sie am besten zu den Öffnungszeiten der Kirche vorbei.